21.06.2020 | Fußball

Nach Sexismus-Eklat: SK Rapid Wien greift hart durch

Nach dem Sexismus-Eklat greift der SK Rapid Wien hart durch und setzt nun Sanktionen gegen die eigenen Fans.

Der Aufschrei war groß als vor Spielbeginn gegen den TSV Hartberg ein frauenfeindliches Transparent aufgehängt wurde. Sportdirektor Zoran Barisic, der in einem SKY-Interview zunächst den Eklat abtun wollte, äußerste sich nun nach dem Spiel deutlich: "Sowas geht überhaupt nicht. Beim nächsten Mal werden wir die Transparente bewilligen lassen, bevor sie aufgehängt werden. Der Verein erleidet durch solche dummen Aktionen nur einen weiteren Image-Schaden", so der 50-Jährige.

"Ich tu mir ja ehrlich gesagt schwer über die eigenen Probleme zu reden, aber es ist ein Wahnsinn, dass sich gewisse Unternehmen durch die Corona-Krise und den damit verbundenen Staatshilfen bereichern. Von dem her verstehe ich den Aufschrei wiederum auch nicht. Zuerst müssen die anderen mit ihren Ungerechtigkeiten aufhören, bevor wir selbst unsere Probleme in den Griff bekommen", führt Barisic völlig konträr zu seinem zuvor Gesagtem fort.

Der Fanklub, der für das Transparent verantwortlich ist, äußerte sich ebenfalls zum Eklat. "Ich hab das mit meinen extrem männlichen Kollegen im Fanklub - bei uns sind übrigens keine Frauen erlaubt - besprochen und wir sind zum Entschluss gekommen, dass wir Männer finden, dass Sexismus Frauen gegenüber kein Problem darstellt. Die sollen sich nicht so anstellen", so der extrem männliche Capo des Fanklubs.

Der SK Rapid Wien kämpfte in der Vergangenheiten mit diversen Problemen, die von den eigenen Fans verursacht wurden. "Wir haben etwa die homophoben Fangesänge wie "schwuler FAK" erfolgreich abstellen können. Unsere Fansszene hat ca. 80.000€ für einen wohltätigen Zweck gesammelt, daher ist es nicht angebracht, sie für deren Vergehen zu kritisieren. Wer soviel Geld sammelt darf sich wiederum alles erlauben", erklärt Barisic weiter.

Nichtsdestotrotz möchte der SK Rapid Wien diese Probleme weiterhin mit höchster Sensibilität behandeln. "Rapid ist an den Fans gemessen der größte Verein in Österreich. Wir haben daher eine große Strahlkraft und sind Teil der Gesellschaft. Wir nehmen diese Themen sehr ernst und greifen daher rigoros durch. Bei uns werden sämtliche Fans sofort sanktioniert und mit Hausverboten belegt, die auch konsequent eingehalten werden", so der Verein in einer Presseaussendung.


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