05.09.2017 | Fußball

Paukenschlag vor Georgien-Match: ÖFB präsentiert Marko Arnautovic als neuen Spielertrainer

Vor dem heutigen Abendspiel gegen Georgien gab der ÖFB völlig überraschend frühzeitig die Entlassung von Marcel Koller bekannt. Marko Arnautovic soll nun das Zepter übernehmen.

Nach über 6 Jahren ist die Ära Marcel Koller nun endgültig zu Ende. Unter der Leitung des Schweizers qualifizierte sich Österreich unter anderem für die Europameisterschaft in Frankreich. Weitere Glanzlichter waren ein heroisches 0:0 gegen die Fußballmacht aus Kasachstan und ein 2:1 Sieg in einem Testspiel gegen Malta. Zur Überraschung vieler wurde der neue ÖFB-Cheftrainer schon kurz nach der Entlassung Kollers vorgestellt: Es handelt sich dabei um Marko Arnautovic. "Der Marko ist für viele im Team so wie ein Papa.", schildert Leo Windtner die Beweggründe.

Arnautovic kennt den österreichischen Fußball wie kein anderer. "Es spielen 11 Leute, um zu gewinnen, müssen wir ein Tor schießen und selbst keines bekommen", philosophiert der England-Legionär gekonnt wie einst Sepp Herberger vor sich hin. Nach der bitteren Niederlage in Wales herrscht im ÖFB-Team noch große Tristes. Die WM-Qualifikation ist praktisch nicht mehr möglich. Neo-Coach Arnautovic versucht seine Schützlinge trotzdem zu motivieren: "Um die Jungs auf andere Gedanken zu bringen habe ich mit ihnen gestern ein Rap-Konzert besucht. Das ist leider völlig in die Hose gegangen. Der Martin Hinteregger war so entsetzt von der Musik das er den Künstler mit seiner Schrottflinte von der Bühne geschossen hat", schildert Arnautovic.

Im heutigen Spiel gegen Georgien sind indes einige Personaländerungen geplant. "Einige Spieler haben in den letzten Partien ihre Leistungen einfach nicht gebracht. Dazu zählen vor allem Arnautovic und Alaba", erklärt Marko Arnautovic, der danach seinem Spiegelbild zu erklären versucht, sich heute vorerst mit der Reservistenrolle begnügen zu müssen. Geplant ist zudem, die georgischen Spieler in diverse Rap-Battles zu verwickeln. "Da sind sie chancenlos gegen die Jungs. Wenn der Jules Baumgartlinger seinen Slang auspackt rappt er die Gegner aber sowas von an die Wand", zeigt sich Arnautovic euphorisch.

Unter den ÖFB-Spielern zeigt man sich vom neuen Teamchef durchwegs begeistert. Nur vereinzelt werden kritische Stimmen laut. "Oida, ich kann mich ja nicht selbst trainieren. Wenn soll ich dann die ganze Zeit anmotzen?", so Marko Arnautovic.


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