06.10.2017 | Fußball

Paukenschlag: Marcel Koller nach ÖFB-Engagement serbischer Nationaltrainer

Vor dem heutigen WM-Qualifikations-Match gibt Marcel Koller überraschend bekannt, zukünftig das serbische Nationalteam zu betreuen.

"Ab Jänner werde ich das serbische Nationalteam betreuen. Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung. Die Zeit bis zu meinem Antritt werde ich nun nützen, mir die restlichen Spiele der Serben aus neutraler Perspektive anzusehen. Heute spielen sie zum Beispiel gegen Österreich", so Koller. Der ÖFB reagierte schockiert auf die völlig überraschende Ankündigung Kollers. "Der Marcel hat uns versichert, dass er erst nach den restlichen zwei Quali-Spielen in Verhandlungen mit anderen Mannschaften treten wird. Dass er uns jetzt so in den Rücken fällt, haben wir nicht erwartet", so Leo Windtner, der danach wütend ein Aktgemälde Kollers von seiner Wand reißt.

Kurz vor dem Match gegen Serbien herrscht nun große Verwirrung im ÖFB-Team. Spieler und Funktionäre sind verunsichert und wissen nicht, auf welcher Seite Koller steht. "Ich kenne mich überhaupt nicht mehr aus. Der Marcel wohnt im serbischen Teamhotel und schaut sich auch immer die Trainings von den Serben an. Nur gestern war er kurz bei einem Training von uns und hat andauernd den Kopf geschüttelt und den Willi Ruttensteiner nachgeäfft", so Julian Baumgartlinger.

Koller, der sich wohl schon ganz auf seine kommende Aufgabe konzentriert, war auch nicht bereit, eine Aufstellung für das heutige Spiel vorzunehmen. "Die Aufstellung hat dann unser Busfahrer gemacht. Es ist eine Katastrophe. Er hat den Marko Arnautovic als Linienrichter aufgestellt, Roger Spry steht im Tor und Rainer Pariasek spielt im zentralen Mittelfeld", verrät Teamkapitän Marc Janko.

Koller selbst ist froh, das Spiel so nahe am Feld beobachten zu können. "Ich bin sehr dankbar, dass mir der ÖFB erlaubt, das Match von der Trainerbank aus zu verfolgen. Mir wird sogar der Zutritt in ihre Kabine gewährt, natürlich werde ich sie ein bisschen ausspionieren", gesteht Koller, der noch hinzufügt: "Ich wünsche dem ÖFB-Team trotzdem viel Glück heute. Mein Herz schlägt natürlich für Serbien, aber ich bin auch gewissermaßen Fan der österreichischen Nationalmannschaft. In ein paar Jahren könnte ich mir ein Engagement dort auf jedenfall vorstellen!"


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