26.06.2017 | Fußball

Lionel Messi gesteht: "Habe mir alle meine Tricks von Joachim Standfest abgeschaut"

Der argentinische Superstar zählt neben Joachim Standfest auch Alois Höller zu seinen großen Vorbildern.

Gebannt blickt Lionel Messi auf seinen Computerbildschirm und reagiert auch nach wiederholter Aufforderung nicht auf die Fragen unseres Reporters. Am PC des Superstars läuft eine Aufzeichnung des Bundesligaspiels WAC gegen Admira. Als Standfest eine Flanke nach vorne schlägt, die das Ziel weit verfehlt und aus dem Stadion fliegt, jubelt Messi euphorisch. "Der Joachim ist ein absoluter Filigrantechniker. Seine Tricks sind gefinkelt und ästhetisch zu gleich. Alles was ich bin, habe ich ihm zu verdanken. Als kleiner Bub in Argentinien habe ich immer davon geträumt, einmal wie Joachim zu sein. Das war natürlich ein vollkommen kühner Traum, der Jokl ist unerreichbar. Der Pele kann sich eingraben. Sonntagnachmittag habe ich immer österreichische Bundesliga geschaut und bin in einem exklusiven Joachim Standfest-Trikot gebannt vor dem Fernseher gesessen", schildert Messi.

Der 30-Jährige Superstar führt uns in seiner Wohnung umher, die Wände sind voll mit Standfest-Postern. "Er ist eine wahre Ikone. Sein rechter Fuß ist ein ganz spezielles Werk Gottes. Mit dem Fuß kann er Dinge anstellen, die eigentlich völlig unmenschlich sind", so Messi, der uns danach ein Bild zeigt, auf dem sich Standfest mit seinem rechten Fuß rasiert und gleichzeitig eine Banane schält.

Standfest selbst bleibt ob der Lobeshymnen auf seine Person gelassen. "Ich weiß, was ich kann. Der Name Messi sagt mir etwas. Das ist so ein kleiner, abgezwickter Argentinier der nicht unbedingt ein großer Fan von Steuern ist", so Standfest. Der vor kurzem zurückgetretene Ex-Nationalteamspieler plant nach seiner aktiven Karriere, eine eigene Fußballschule zu gründen. "Da sollen die Kinder unter anderem lernen, wie man eine Flanke 15 Meter ins Out schießt oder wie man im Stadion am billigsten an Leberkassemmerl und Bier kommt. Die Kinder können davon nur profitieren", so Standfest.

Lionel Messi träumt indes davon, sein großes Idol einmal persönlich zu treffen. "Der Joachim ist ein vielbeschäftigter Mann, ich kann mir nicht vorstellen, dass er sich einmal Zeit für mich nimmt. Vor drei Jahren war ich einmal mit meinem Papa in der Lavantalarena, da habe ich ihn live gesehen. Bei einem Eckball hat er mir kurz in die Augen geschaut, ich bin ohnmächtig umgefallen. Nach dem Spiel hat mir der Didi Kühbauer ein Autogramm auf mein Leberkassemmerl gegeben, er ist zwar kein Standfest, aber ich habe mich trotzdem sehr gefreut", frohlockt Messi.

(Bild: Wikipedia, Steindy)


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