24.07.2017 | Fußball

'Kann viel von ihm lernen': Lionel Messi Teilnehmer bei Alois-Höller-Fußballcamp

Der argentinische Superstar nimmt erstmals beim traditionellen Alois Höller-Fußballcamp in Niederösterreich teil.

Gebannt blickt Lionel Messi zu Alois Höller, als dieser gerade einen 8-Jährigen Campteilnehmer mit einem dreifachen Übersteiger umspielt. "Der Lois ist ein Filigrantechniker und zählt neben Joachim Standfest zu meinen ganz großen Vorbildern. Dass ich an seinem Camp teilnehmen darf, ist für mich ein riesen großes Privileg", frohlockt Lionel Messi. Schon seit mehreren Jahren veranstaltet Alois Höller im Sommer ein Fußballcamp, vorwiegend für Kinder. Eher selten verirren sich Erwachsene in den Kurs. "Letztes Jahr hat sich Zlatan Ibrahimovic als 10-Jähriger verkleidet, nur um an meinem Camp teilzunehmen. Ich hab ihn aber nach drei Tagen ertappt, da er sich vermehrt bei der Torlatte den Kopf gestoßen hat. Außerdem war mir suspekt, dass er andauernd schwedisch gesprochen hat, die meisten Kinder hier kommen aus dem Burgenland", erklärt Höller.

Der Campleiter bezeichnet Lionel Messi als "schwierigen Fall". "Dem Lionel fehlt einfach die Grundschule. Ich bin bei ihm mit meinem Latein schön langsam am Ende", so Höller, der danach frustriert sein Latein-Wörterbuch gegen die Wand schmeißt und unseren Reporter auf lateinisch beschimpft. Höller sieht bei Messi vor allem koordinatorische Schwächen. "Der Lionel ist ein lieber Bub, keine Frage. Aber er hat eine Koordination wie eine 97-Jährige Schlaganfallpatientin. Wenn er mit dem Ball läuft, überschlägt es ihn nicht viermal so wie mich immer. Außerdem schafft er es, den Ball hunderte Male zu gabberln ohne sich dabei einen vierfachen Kreuzbandriss zuzuziehen. Ich muss ihn komplett umlernen und ganz von vorne anfangen", schildert Höller.

Messi selbst spricht von "kleinen Fortschritten". Der Argentinier, der sich ein Zimmer mit dem 6-jährigen Benjamin D. teilt, lobt außerdem Höllers Qualitäten als Trainer. "Der Lois lebt seine Rolle als Trainer. Während dem gemeinsamen Mittagessen gibt er uns immer Anweisungen, wie wir die Gabel halten sollen und wie groß wir unserere Stücke schneiden sollen. Ich kann viel von ihm lernen. Gestern hat er mir zum Beispiel gezeigt, wie man sich mit den Zehen einen Poppel aus der Nase holt. Ich war fasziniert", schwärmt Messi, der in Höller so etwas wie einen Ersatzvater sieht. "Der Lois ist so liebevoll zu mir, ich nenne ihn immer Papa Lois. Vor dem Training bindet er mir die Schuhe und motiviert mich mit einem kleinen Klaps auf den Hintern. Von allen Kindern mag mich der Lois am liebsten. Am Abend erzählt er mir immer Geschichten aus seinem Fußballerleben bei Mattersburg. Ich kann nicht glauben, das er Größen wie Ilco Naumoski oder Michael Mörz persönlich kennt", zeigt sich Messi ehrfürchtig.

 

 


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