29.09.2017 | Fußball

'Gegen Massenbierhaltung': Roman Wallner befreit 1500 Liter Bier von Münchner-Oktoberfest

Der österreichische Starstürmer sorgte damit für einen Eklat auf dem traditionsreichen Volksfest.

"Ich konnte mir das Leid dieser armen Bierfässer nicht mehr ansehen. Tagtäglich werden sie in München ausgebeutet, die Menschen, die das Bier dann trinken, saufen es meistens ohne jeden Genuss hinunter. Das ist maschinelle Tötung", so ein aufgebrauster Roman Wallner, der danach ein gerettetes Bierfass hinter dem Ohr krault. In einer Nacht- und Nebelaktion befreite der ehemalige ÖFB-Teamspieler rund 1500 Liter Bier aus einer Lagerhalle in der Nähe des Festgeländes am Stadtrand von München. Hopfenrechtsaktivisten weltweit feiern Wallner. "Das ist ein großer Tag für uns. Hunderte Liter Bier wurden aus der Knechtschaft befreit und in ein gelobtes Land geführt. Ich vergleiche Roman Wallner mit Moses", so ein Sprecher der unabhängigen Aktivistengruppe "Sauftrupp Favoriten".

Wallner selbst versucht zu relativieren. "Ach, ich habe einfach nur getan, was getan werden musste. Schon seit meiner Kindheit setze ich mich lautstark für benachteiligte Bierflaschen ein. Unsere Volksschullehrerin hat mir und meinen Freunden immer die Bierflasche weggenommen uns ins Klo geleert. Das war für mich eine Verschwendung von Ressourcen. Ich habe mich als Protest danach drei Jahre lang nur mehr von Bier ernährt", erzählt Wallner.

Zahlreiche Politiker, darunter vor allem Wiens Bürgermeister Michael Häupl, sprechen sich für eine Ehrung Wallner aus. "Wenn ich mir vorstelle, dass mein geliebter Spritzwein unter solch qualvollen Umständen leben müsste, kommt mir das Grauen. Was der Wallner gemacht hat, gehört gewürdigt", so Häupl, der danach liebevoll eine Flasche Spritzwein streichelt. In zahlreichen Medien wird Wallner bereits mit Nelson Mandela, Mahatma Gandhi oder Steffen Hofmann verglichen.

In München ist man derweilen ratlos. Die Veranstalter können sich nicht erklären, wie sich Wallner Zugang zu den hermetisch abgeriegelten Lagerhallen verschaffen konnte. "Die Hallen mit dem Bier werden rundum von Ulli Hoeneß bewacht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihn der Wallner bestochen hat, der Ulli steht da meistens drüber", so der Veranstalter.

Rätselhaft bleibt, wo die 1500 Liter Bier nach Wallners heroischer Befreiungsaktion geblieben sind. "Wir haben uns mit der Zeit völlig aus den Augen verloren. Einige Fässer waren so traumatisiert und mitgenommen, dass ich sie sofort in meinen Magen geleert habe. Dort haben sie es besser. Nach dem 37 Fass habe ich das Auto in der Nähe einer Raststätte geparkt. Danach muss mir wohl jemand einen Schlag auf den Hinterkopf versetzt haben, ich kann mich an absolut nichts mehr erinnern. Wo die anderen 269 Fässer hingekommen sind, kann ich daher leider nicht sagen", zeigt sich Wallner ratlos.

(Bild: Wikipedia, Werner100359)


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