14.06.2017 | Fußball

"Eh schon alles wurscht": Alfred Tatar wird neuer ÖFB-Teamchef

Den überraschenden Beschluss gab der ÖFB in einer Pressekonferenz gestern Abend bekannt.

"Nach dem Unentschieden in Irland ist die Chance, dass wir uns für die WM qualifizieren ca. so groß wie die Chance, dass Willi Ruttensteiner und Guido Burgstaller nächste Woche heiraten und ein Schwein adoptieren", schildert ÖFB-Präsident Leo Windtner die Beweggründe für die Personaländerung. "Ich hab mich mit dem Marcel super verstanden, wir haben viel gemeinsam durchgemacht. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, als wir letztes Jahr gemeinsam mit dem Willi Ruttensteiner und ein paar Teamspielern auf Urlaub in Frankreich waren. Das war sehr schön", führt Windtner fort. Die Entscheidung, Koller zu entlassen, sei ihm und seinen Kollegen sehr schwer gefallen. Doch mit Alfred Tatar hat der ÖFB einen Fisch ans Land gezogen, mit dem wohl niemand gerechnet hätte.

Der 53-Jährige ist derzeit als Experte auf Sky zu sehen, davor coachte er für kurze Zeit Mattersburg. Die Liste seiner Trainerstationen lässt sich auf der Zunge zergehen und klingt schier magisch: SV Admira Wacker, SV Ried, First Vienna FC 1894 - kaum einem Trainer war es bisher vergönnt, alle drei der sogenannten "Big-Player" im Weltfußball zu trainieren. Im ÖFB-Lager zeigt man sich aufgrund dieser Tatsache euphorisch. "Im Prinzip ist es egal, wer uns trainiert. Wenn wir das 1:0 schießen, stellen wir ab und lehnen uns zurück. Das ist einfach unser Lifestyle", erklärt David Alaba, der danach seine Snapchat-Story aktualisiert und Frank Ribery auf Facebook anstupst.

Tatar will im ÖFB-Team einiges grundlegend verändern. "Zunächst will ich mit ihnen ein 14-tägiges Philosophie-Seminar abhalten. Wir werden gemeinsam klären, warum wir auf der Welt sind und was unsere irdische Aufgabe hier ist", schildert der 53-Jährige. Auch die Aufstellung und den Kader wird er grundlegend ändern. "Ich werde nurmehr Spieler einberufen, die über ein reines Karma verfügen. Wenn ich mir einige Spieler so ansehe kann ich dafür garantieren, dass sie im nächsten Leben als Kanalratten oder Mistkäfer wiedergeboren werden", führt Tatar fort und streicht Martin Hinteregger, Aleksander Dragovic und Heinz Lindner aus dem Kader.

Vor den abschließenden WM-Quali-Spielen will Tatar alle Kräfte bündeln, um die eigentlich unmöglich scheinende Qualifikation doch noch zu schaffen. "Sehen sie, wir stehen jetzt auf Platz vier in unserer Qualifikationsgruppe. Wenn wir die nächste Partie verlieren, na gut, dann solls das gewesen sein. Aber wir sind doch alle gute Freunde und froh, gemeinsam am Platz zu stehen. Ich bin auch offen für neues, daher werde ich den Spielern keine genauen Positionen zuteilen. Jeder kann spielen wo er will und wann er will. Ich sehe mich als Mentor, das ist ganz moderne Fußball-Pädagogik. Im Training werden wir auch nur mehr Singen und Klatschen, um das Gemeinschaftsgefühl zu festigen", so Tatar, der danach mit Verdacht auf Schlaganfall ins Wiener AKH eingeliefert wird.

(Bild: Wikipedia, Steindy)


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